Den Mythos Wald erleben

Fern- und Rundwanderwege durch das urwüchsige Sauerland

(djd). Stille Waldseen und dichte Urwälder, geheimnisvolle Moore und bizarre Felsen machen eine Wanderung auf der Sauerland-Waldroute zu einem intensiven Naturerlebnis. Auf diesem Fernwanderweg von Iserlohn nach Marsberg wird der „Mythos Wald“ in den Tiefen des Naturparks Arnsberger Wald mit allen Sinnen erfahrbar. Auch einheimische Wildtiere und seltene Pflanzen lassen sich in der sagenumwobenen Naturlandschaft blicken. Und wer nicht die ganzen 240 Kilometer in Angriff nehmen will, findet an der Strecke 16 eigens konzipierte Rundwanderwege für abwechslungsreiche Tagestouren. Hier können die Wanderer am Wasser verweilen, im Wald tief durchatmen und fern des Alltags zur Ruhe kommen.

Der filigrane Lörmecke-Turm ist das Wahrzeichen der Sauerland-Waldroute.
Foto: djd/Kreis Soest/Tourismus NRW e.V.

Aussichtstürme über dem Waldmeer

Beeindruckende Ausblicke über Berge und Täler, über ein Meer aus wogenden Baumwipfeln und spiegelnde Stauseen bieten die Aussichtstürme im Naturpark Arnsberger Wald. Wie ein Leuchtturm im Waldmeer ragt der Möhneseeturm zwischen Feldern, Möhnesee und Arnsberger Wald in die Höhe. Oben erstreckt sich die Aussicht weit über die Möhnetalsperre, auch bekannt als Westfälisches Meer, bis in die Soester Börde hinein. Am höchsten Punkt der Region, auf 581 Höhenmetern zwischen Warstein und Meschede-Eversberg, steht die filigrane Holzkonstruktion des Lörmecke-Turms. Von drei Aussichtsplattformen bietet sich ein grandioses 360-Grad-Panorama über den Arnsberger Wald, zu Füßen dehnt sich das Quellgebiet des Flüsschens Lörmecke aus. Der gleichnamige Turm ist das Wahrzeichen der Sauerland-Waldroute. Unter www.sauerland-waldroute.de ist ein Routenplaner für alle Etappen, die angrenzenden Rundwege und Thementouren zu finden.

Im Arnsberger Wald warten Höhlen und andere Naturdenkmäler auf Entdecker.
Foto: djd/Kreis Soest/Sauerland-Tourismus/Klaus-Peter Kappest

Höhlen und historische Relikte

Auf den Waldwegen begegnen Wanderer und Spaziergänger auch eindrucksvollen Naturdenkmälern wie dem „Hohlen Stein“. In den Resten dieses Felsmassivs wurden Spuren von Menschen entdeckt, die hier um 10.000 vor Christus lebten. Heute bietet die kleine Höhle am Bachlauf einen schattigen Platz für eine willkommene Pause. Noch tiefer in den Fels hinein geht es wenige Kilometer entfernt in der Warsteiner Bilsteinhöhle, einem faszinierenden unterirdischen Labyrinth aus Stalaktiten und Stalagmiten. Auf den sechs „WaldKulTour-Routen“ können Wanderer auf den Spuren der Forst- und Klosterwirtschaft oder der vergessenen Eisenindustrie wandeln. Denn was heute nach unberührter Natur aussieht, geht oft auf Menschen zurück, die den Wald einst nutzten und formten. Die Themenwege geben Einblicke in die spannende Waldgeschichte und weisen auf Relikte aus alten Zeiten hin.